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EduMail #13: OER-Klappe zum Testen, Fördermöglichkeit Prototypefund und Copyright for Education-Initiative

Revue
 
Guten Tag! Während der letzten Tage war ich beim Sommercamp #hack4oer der OER-Initiative Jointly in W
 

EduMail für zeitgemäße Bildung

29. August · Ausgabe #13 · Im Browser ansehen
Ein regelmäßiger Newsletter mit ausgewählten und empfehlenswerten Tools, Best Practice Beispielen, Tutorials und Debatten-Beiträge zu zeitgemäßer Bildung - gedacht als Inspiration und Unterstützung für Lehrende von der Kita bis zur Weiterbildung.

Guten Tag!
Während der letzten Tage war ich beim Sommercamp #hack4oer der OER-Initiative Jointly in Weimar. Eines der Ergebnisse dieses Hackathons stelle ich Euch in dieser Edumail vor: einen OER-Materialklappe, d.h. einen virtuellen Abgabe- und Aufbereitungsservice für Bildungsmaterialien, die dann als OER veröffentlicht werden.
Viel Freude beim Testen!

Bildungsmaterialspende: Teilen statt verschließen!
Könnte man nicht einen virtuellen Briefkasten einrichten, wo Lehrende und Lernende erstellte Materialien hochladen?
In der OER-Community wird diese Frage schon lange diskutiert. Sie hat ein großes Potential. Denn auf diese Weise könnten zahlreiche Materialien, die ansonsten kaum Verbreitung finden, aufbereitet und mit allen als OER geteilt werden.
Beim Jointly Sommercamp Hack4OER haben wir diese Idee nun in einer ersten Version auf der Website www.bildungsmaterialspende.de umgesetzt. Wir freuen uns über Feedback und sehr gerne auch über Menschen, die in der Redaktion und/ oder im geplanten gemeinnützigen Trägerverein mitmachen wollen.
Außerdem ein erster Aufruf: Hast Du selbst erstellte Materialien, die als OER veröffentlicht werden könnten? Dann lade sie jetzt bei der Materialspende hoch.
Service zur Prüfung, Aufbereitung und Veröffentlichung von Bildungsmaterial
Personalisiertes Lernen mit Offenheit technisch voranbringen: Fördermöglichkeit Prototypefund
Der Prototypefund ist ein sehr begrüßenswertes Förderprogramm für Open Source Software. Realisierte oder in Umsetzung befindliche Projekte der ersten Förderrunden aus diesem Programm zum Stöbern finden sich auf der Website. Aktuell läuft die 5. Ausschreibung zum Thema künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Im Bildungskontext ist dies ein immer häufiger diskutiertes Thema. Unter anderem hat die Robert Bosch Stiftung in diesem Jahr die Studie ‘Personalisiertes Lernen mit digitalen Medien’ veröffentlicht. Deutlich wird darin, dass die praktische Umsetzung noch nicht weit vorangeschritten ist. Noch weniger Informationen findet man, wenn man im Bildungskontext versucht, die Themen maschinelles Lernen und Offenheit miteinander zu verknüpfen.
Vor diesem Hintergrund könnte die Förderrunde des Prototypefunds ein guter Einstieg sein für ein oder mehrere Projekte in diese Richtung. Bewerbungen sind noch bis zum 30. September möglich.
Prototype Fund - Wir fördern Open-Source-Projekte
Copyright for Education: Europaweite Mail-Aktion zum Mitmachen
Am 12. September steht im Europäischen Parlament ein Gesetzentwurf zum Urheberrecht zur Abstimmung, der in der aktuellen Version ein großes Problem für eine offene Bildungspraxis darstellt: Zwar soll es auf der einen Seite Lehrenden ermöglicht werden, urheberrechtliche geschützte Inhalte zu Bildungszwecken zu verwenden. Auf der anderen Seite wird diese Option aber sofort wieder ausgehebelt, weil Urheberrechtsinhaber Lizenzen für die Nutzung der Inhalte verkaufen können sollen, womit die offene Nutzung für Bildungszwecke dann nicht mehr erlaubt wäre.
Auf der Website Copyright for Education gibt es die Möglichkeit eine Mail an die mit dem Thema befassten EU-Parlamentarier zu schreiben. Außerdem finden sich dort weitere Informationen zum Thema. Meine Empfehlung: Jetzt gemeinsam mit anderen Lehrenden aus ganz Europa aktiv werden.
Copyright for Education
Kurz notiert: Links im Überblick!
  • Konstantin Eggert hat ein kurzes Screencast-Tutorial erstellt, wie sich mit HP Reveal ein eigenes Augmented Reality Setting erstellen lässt. Das Tutorial ist über seinen Youtube Kanal abrufbar. Ergänzend zum Thema gibt es (ursprünglich für die Edunautika entstanden) eine schriftliche Anleitung von mir zum Weiternutzen bei HackMD. Auf diese Weise lässt sich ein einfacher Einstieg zur AR-Gestaltung im Unterricht finden.
  • Ein einfaches Browser-Tool zum Einstieg ins korrekte Zitieren ist ZoteroBib. Buchtitel, ISBN oder auch einfach eine URL angeben - und Vorschlag zum Zitieren erhalten. Mit dem Tool lassen sich auf diese Weise auch ganze Bibliographien erstellen. Die Speicherung erfolgt im Browser; es ist keine Registrierung nötig.
  • Über die Nutzungsmöglichkeiten von Wikipedia im Unterricht gibt eine überarbeite Broschüre von Wikimedia e.V. in Zusammenarbeit mit klicksafe Auskunft. Weitere Informationen und Downloadmöglichkeit gibt es im Wikimedia Blog.
  • In der letzten Edumail habe ich die offene und dezentrale Twitter-Alternative Mastodon vorgestellt. Wer eine Mastodon-Instanz mit Gleichgesinnten aus dem Bildungskontext sucht, für den könnte bildung.social von Monika Heusinger und Rügiger Fries interessant sein.
  • Wer nach etwas Abwechslung für Präsentationen sucht, kann das kostenfreie Browser Tool ‘Flowries’ ausprobieren. Aus Offenheits-Perspektive weniger zu empfehlen, da die erstellen Inhalte (vergleichbar mit Prezi) bei der Plattform bleiben und Weiternutzung kaum möglich ist. Wer einfach mal schnell etwas in einem etwas anderen Stil erstellen will, für den passt das Tool aber sicher gut.
  • Im Projekt ’conserve the sound’ werden verschwindende Geräusche gesammelt z.B. das Klacken einer Schreibmaschine oder der Drehscheibe eines Telefons. Umgesetzt ist das ganze als eine Art Online-Sound-Museum, das zu Erkundungen einlädt und in unterschiedlichen Bildungskontexten eingesetzt werden kann, z.B. im Bereich Geschichte oder auch um dazu anzuregen eine Geräusche-Bibliothek der heutigen Gesellschaft aufzunehmen.
  • Und ein Lektüre-Tipp zum Abschluss: Dejan Mihajlovic hat in seinem Blog eine Reihe gestartet, die ’Digitale Transformation’ analysiert und Schlussfolgerungen für den Bildungskontext ableitet. Hier geht es zum einleitenden ersten Beitrag.
Alles Gute und bis zur nächsten Edumail.
Nele Hirsch | eBildungslabor
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