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Bitsy, creatOERs, kollaborative Kategorisierung und weitere Methoden und Tools für zeitgemäße Bildung

Revue
 
Mit der heutigen Mail sende ich Dir eine herzliche Einladung zum Mitmachen im 'Un-Kurs' creatOERs (=
 

EduMail für zeitgemäße Bildung

19. September · Ausgabe #36 · Im Browser ansehen
Ein 14-tägiger Newsletter mit ausgewählten und empfehlenswerten Tools, Best Practice Beispielen, Tutorials und Debatten-Beiträge zu zeitgemäßer Bildung - gedacht als Inspiration und Unterstützung für Lehrende von der Kita bis zur Weiterbildung.

Mit der heutigen Mail sende ich Dir eine herzliche Einladung zum Mitmachen im ’Un-Kurs’ creatOERs (= einem offenen Lernangebot zur Bildungsmaterialerstellung). Außerdem erläutere ich die vielseitig einsetzbare Methode der ‘kollaborativen Kateorisierung’, stelle das Browser-Spielerstellungs-Tool Bitsy vor und teile einige Fundstücke vom stARTcamp in Hamburg.

creatOERs: Bildungsmaterialerstellung mit Austausch und Vernetzung
In der zurückliegenden Woche neu gestartet ist das Projekt creatOERs. Es handelt sich dabei um ein offenes Lernangebot zur Bildungsmaterialerstellung. Wenn Du oder Kolleg/innen von Dir also schon immer mal überlegt hatten, ein digitales Bildungsmaterial selbst zu erstellen, dann ist creatOERs für Euch eine gute Idee. Schritt für Schritt werdet ihr durch den Prozess der Materialerstellung geführt, erhaltet Feedback und Unterstützung und könnt Euch mit anderen austauschen.
Hier kannst Du Dich registrieren (oder auch nur passiv mitlesen):
Willkommen bei den creatOERs!
Ganz bewusst ist creatOERs nicht als klassischer ‘Online-Kurs’, sondern eher als 'Un-Kurs’ gestaltet: Du entscheidest, was Du wann und wie lernen möchtest. Und die Kompetenzentwicklung erfolgt durch Machen und Ausprobieren. Wer sich näher für das dahinter liegende Konzept eines Online-Unkurses interessiert (und vielleicht auch ähnliches ausprobieren möchte), dem empfehle ich meinen Blogbeitrag mit näheren Erläuterungen zur Konzeption.
Vom MOOC zum 'Un-Kurs': creatOERs als Experiment für ein offenes Lernangebot
Kollaborative Kategorisierung - oder: Ordnung ins Chaos bringen
Eine ebenso einfache, wie wirkungsvolle Methode, die ich inzwischen mehrfach ausprobiert und unbedingt empfehlen kann, ist die kollaborative Kategorisierung. Die Grundidee ist schnell erklärt: Lernende erhalten eine unsortierte Sammlung von Begriffen/ Aussagen/ Sätzen zu einem bestimmten Thema. Ihre Aufgabe ist es, in Kleingruppen ‘Ordnung in das Chaos’ zu bringen, d.h. passende Oberbegriffe zu finden, so dass alle Begriffe/ Aussagen/ Sätze einsortiert werden können. Es gibt bei dieser Aufgabe keine richtigen oder falschen Oberbegriffe - und damit auch nicht nur eine mögliche Lösung. Denn welche Ordnung die Gruppe schafft, ist ihr selbst überlassen. Gerade deshalb erfolgt eine sehr intensive Auseinandersetzung mit dem Thema.
Ich nutze die Methode in Workshops, um den Begriff ’Digital-unterstützte Bildung’ zu sortieren. Mein Vorgehen (inklusive der von mir verwendeten Aussagen) habe ich hier gebloggt:
Kollaborative Kategorisierung am Beispiel der Frage: Was ist 'digitale Bildung'?
Ich kann mir einen Einsatz der Methode auch sehr gut in anderen Bildungskontexten und zu anderen Themen vorstellen. Und wer die Sortierung nicht analog gestalten will, packt vorher alle Aussagen in ein Flinga Whiteboard - und lässt Nutzer/innen dann mit digitaler Unterstützung sortieren.
Bitsy: Browser-Tool zur Spiele-Erstellung
Bitsy ist ein Open Source Tool, mit dem direkt im Browser und mit relativ geringem Aufwand, minimalistische und gerade deshalb sehr charmante Spiele erstellt werden können. Im Rahmen von Lernprozessen kann das Tool wunderbar zur kreativen Auseinandersetzung mit Inhalten verwendet werden. Zum Beispiel könnte man eine Figur aus einem Roman die Handlung im Rahmen eines Bitsy-Spiels nachspielen / erkunden lassen.
Ich habe die Funktionsweise von Bitsy in einem ausführlichen Blogbeitrag beschrieben.
Bitsy: Mini-Spiele im Browser erstellen
Einen ersten Einstieg erhält man über diesen Screencast:
Einstieg in Bitsy
Fundstücke vom stARTcamp in Hamburg
‘No limits?! – Wissenschaft und Kultur für alle’ war das Motto des Hamburger stARTcamp vor zwei Wochen. Drei Dinge kann ich von dort insbesondere empfehlen:
  • Mit dem Chrono Research Lab kann man auf virtuelle Zeitreise gehen. Dazu werden historische Kartendaten verknüpft mit Reisen, die zu diesen Zeiten stattgefunden haben. Ein Beispiel: die Forschungsreise von Alexander von Humboldt. Hier geht es zur Website des Projekts.
  • Die Plattform Beyond the Screen stellt einfache Making Projekte zum Nachmachen zur Verfügung.
  • Gestartet ist das stARTcamp mit einem Unpodcast. Die dahinterstehende Methode kann sich auch gut als Un-Podiumsdiskussion umsetzen lassen. Ich habe sie in diesem Blogbeitrag beschrieben.
Herzliche Grüße und bis zur nächsten Edumail
Nele Hirsch | eBildungslabor

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